Firmengeschichte: Von der Gründung 1992 bis heute

Eine ostdeutsche Erfolgsgeschichte: Mit exzellenter Nischenstrategie und familiären Werten auf Weltniveau

Unsere Wurzeln: Von Berlin-Köpenick nach Strausberg

Die Allresist GmbH ist ein 1992 gegründetes, seit 1999 in Strausberg ansässiges Hochtechnologie-Unternehmen im Bereich der Mikroelektronik. Die Wurzeln des Know-hows liegen in den traditionsreichen Fotochemischen Werken Berlin (FCW) im Stadtteil Köpenick. In diesem bedeutenden DDR-Betrieb wurden neben Röntgenfilmen auch lichtempfindliche Lacke (Resists) für den gesamten RGW-Raum (Ostblock) produziert. In enger Zusammenarbeit mit der Akademie der Wissenschaften Adlershof und der Humboldt-Universität Berlin gelang dem FCW bereits in den 1980er-Jahren die wegweisende Entwicklung des ersten Zweilagensystems für die E-Beam-Lithographie.

Als dieser Bereich 1992 geschlossen wurde, ergriff das dort tätige Naturwissenschaftler-Ehepaar Brigitte und Matthias Schirmer die Initiative. Am 16. Oktober 1992 gründeten sie die Allresist GmbH. Ihr Ziel war es, das miterarbeitete Resist-Know-how auf Weltniveau zu retten und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln. Gemeinsam mit damaligen Kollegen und späteren Mitarbeitern bauten die Schirmers ihre Firma zunächst in einem für ein Jahr angemieteten Technikum auf – komplett eigenfinanziert und ohne jegliche Bankkredite.

Innovationskraft: Über 40 erfolgreiche Forschungsprojekte

Schon 1992 wurde ein wissenschaftliches Projekt gemeinsam mit dem IHP Frankfurt (Oder) aus der FCW-Zeit fortgeführt. In den schwierigen Aufbaujahren der 1990er-Jahre lobte Matthias Schirmer zudem erfolgreich staatliche Fördermittel zur Produktentwicklung und zum Erhalt der Arbeitsplätze der wissenschaftlichen Mitarbeiter ein. Diese damals sehr großzügige Förderung half maßgeblich, die anfangs noch spärlichen Umsätze zu kompensieren. Auf diesem soliden Fundament konnte das gebündelte Resistwissen im täglichen Laborbetrieb nahtlos gesichert und direkt in erste marktreife Innovationen überführt werden.

Bis heute präsentiert sich Allresist als forschungsintensives Unternehmen. Bis zum Jahr 2026 wurden mehr als 40 nationale und europäische Projekte mit erfolgreichen Produktmarktreifen abgeschlossen – darunter wegweisende Entwicklungen wie CSAR 62, Phoenix 81 und Medusa 84 SiH. Heute existieren zahlreiche Partnerschaften mit renommierten Forschungseinrichtungen, mit denen die Ergebnisse auch regelmäßig gemeinsam auf internationalen Kongressen vorgestellt werden.

Marktgerechte Strategie: Flexibilität als Innovationsmotor

Aufbauend auf dem großen Forschungspotenzial musste das Allresist-Team ständig neue, eigene Lösungen finden – eine Fähigkeit, die typisch für das Agieren in der ehemaligen DDR-Mangelwirtschaft war. Daraus entwickelten Matthias und Brigitte Schirmer eine mehrgleisige Produktstrategie, die exakt auf die modernen Bedürfnisse des Marktes zugeschnitten ist.

  • Standardanwendungen: Das Unternehmen liefert ein breites Portfolio zuverlässiger Standard-Resists für etablierte Prozesse.
  • Spezialresists: Das Team kreiert maßgeschneiderte Speziallacke und Prozesschemikalien exakt für die individuellen Technologien der jeweiligen Kunden.
  • Spitzenprodukte: Allresist entwickelt hochinnovative und umweltfreundliche Spitzenprodukte für die High-Tech-Lithographie wie CSAR 62 und Medusa 84 SiH.

Dieses breite und flexible Angebot richtet sich vor allem an innovative Unternehmen der Halbleiterbranche und Forschungseinrichtungen. Neben den bewährten Produkten für Standardanwendungen garantieren gerade diese kreativen Innovationen den wirtschaftlichen Aufschwung. So erhalten zum Beispiel alle Key-Account-Kunden eine spezielle, passgenaue Lösung für ihre Technologie. Durch die strategische Entscheidung für höchste Qualitätsstandards, großzügige Rohstoff-Lagerbestände, eine konsequente Second-Source-Strategie sowie kurze Lieferzeiten garantiert das Unternehmen die ständige Verfügbarkeit aller Produkte.

Raum für Wachstum: Unser mitwachsendes Firmengebäude

Mit langsam steigenden Umsätzen platzte das gemietete Technikum bald aus allen Nähten. Auf der Suche nach einem eigenen Grundstück scheiterte ein Neubau in Berlin zunächst an der Berliner Bürokratie. Erst am neuen Standort in Strausberg konnte das Unternehmen 1999 seine technologischen Vorstellungen für eine effektive Produktion vollumfänglich umsetzen. Es gelang, alle Mitarbeiter nach Strausberg mitzunehmen und so das wertvolle Know-how lückenlos im Unternehmen zu bewahren. Wichtige Faktoren für die Entscheidung waren der faire Kaufpreis des Grundstücks, der nur ein Fünftel des Berliner Preises betrug, sowie die Tatsache, dass die Stadt Strausberg Allresist mit offenen Armen empfing.

Mit einem nachhaltigen Geschäftsmodell am Markt gut aufgestellt, konnte Allresist Umsatz und Ertrag stetig steigern, was eine Vergrößerung der Produktionsfläche unumgänglich machte. Seither agiert das Unternehmen in Strausberg in einem mit der Produktion „mitwachsenden“ Gebäude (1999: 800 m², 2014: +250 m², 2018: +450 m²) auf eigenem Grund und Boden. Seit Mai 2026 wird eine neue, rund 700 m² große Logistikhalle für Versand, Lagerung und Büro gebaut. Damit können die freiwerdenden Flächen im bestehenden Gebäude direkt für die erforderliche Produktionserweiterung genutzt werden.

Ganzheitliche Nachhaltigkeit: Das EFQM-Modell als Kompass

Von der Firmengründung 1992 an wurde konsequent auf den Ausgleich der Belange aller Interessenpartner geachtet – getragen von dem strategischen Dreiklang aus Ökonomie, Ökologie und sozialer Verantwortung. Daraus entwickelte sich später über ein integriertes Qualitäts- und Umweltmanagementsystem (QUM) die bewusste Hinwendung zum internationalen EFQM-Modell für Business Excellence. Das Ergebnis dieser Philosophie ist eindeutig: zufriedene Mitarbeiter, loyale Kunden und verlässliche Partner mit optimalen Prozessen, ein nachhaltiges Wachstum ohne Gewinnmaximierung um jeden Preis sowie ausreichend finanzielle Mittel für zukunftsweisende Projekte.

Einen festen Teil dieses Erfolgs gibt das Unternehmen direkt an die Gesellschaft zurück: Mit jährlichen Spenden von rund 14.000 Euro engagiert sich Allresist aktiv gegen Armut und Not. Unterstützt werden damit weltweite Hilfsprojekte von Organisationen wie Plan International, SODI, Ärzte ohne Grenzen, Save the Children und UNICEF. Gleichzeitig übernehmen wir soziale Verantwortung direkt vor Ort und fördert herznah den Verein Kinderträume in Strausberg.

Ausgezeichnete Exzellenz: Anerkennung durch renommierte Preise

Zur Erhöhung des Bekanntheitsgrades beteiligte sich Allresist an zahlreichen Wettbewerben und wurde mit renommierten Preisen ausgezeichnet – darunter dem Zukunftspreis, dem Technologietransferpreis und dem Innovationspreis des Landes Brandenburg. Um sich kontinuierlich zu verbessern und bekannter zu werden, bewarb sich Brigitte Schirmer erfolgreich um viele Auszeichnungen. So gewann sie für Allresist den Qualitätspreis Berlin-Brandenburg sowie den Titel „Deutschlands Kunden- und Mitarbeiterchampion“.

Ein herausragender Meilenstein war der Gewinn des bundesweiten Ludwig-Erhard-Preises 2012, der eine vorbildliche Unternehmensqualität mit exzellenten wirtschaftlichen Leistungen würdigt. Als Vorbildunternehmer wurden Brigitte und Matthias Schirmer zudem 2022 von Ministerpräsident Dietmar Woidke mit dem Verdienstorden des Landes Brandenburg geehrt. Diese Erfolgsgeschichte wird nun eindrucksvoll fortgeschrieben: Am 26. August 2026 fiel die offizielle Entscheidung: Allresist ist mit seinem Produkt Medusa 84 SiH System für den renommierten Deutschen Nachhaltigkeitspreis Produkte 2027 nominiert. Im Transformationsfeld Ressourcen zählt die Innovation laut der Fachjury zu den echten Treibern der Transformation – die höchste nationale Auszeichnung für wegweisenden ökologischen Wandel.

Globale Nische: Unser klarer Marktvorteil

Der weltweite Markt wird von großen Resist-Herstellern in Japan, Europa, den USA und China dominiert, die mittlerweile als Global Player multinational aufgestellt und weltweit präsent sind. Diese Großkonzerne sehen Allresist jedoch kaum als Konkurrenz an, da sie im Hunderte-Tonnen-Maßstab denken. Zudem trauen große Mikroelektronikkonzerne wie Infineon, Intel oder Samsung einem kleineren mittelständischen Unternehmen eine umfassende Just-in-Time-Belieferung oft nicht zu. Jedoch können mit den Spitzenprodukten wie CSAR 62 und Medusa 84 SiH spezielle Technologien im kleineren, hochpräzisen Maßstab auch in Großunternehmen erfolgreich eingesetzt werden.

Deshalb sind unsere Kunden überwiegend innovative mittelständische Halbleiterunternehmen und Forschungseinrichtungen. Aus der Tradition heraus haben viele dieser Key-Account-Kunden ihren Sitz im High-Tech-Netzwerk von Sachsen, Thüringen, Brandenburg und Berlin. Das weltweite Marktsegment muss sich Allresist mit nur vier ebenfalls kleinen Mitbewerbern teilen. Das klare Alleinstellungsmerkmal – exakt auf individuelle Kundenbedürfnisse zugeschnittene Lösungen gepaart mit einem kompletten Produktportfolio – verschafft Allresist einen großen Marktvorteil.

Unsere Marktposition hat sich in den letzten 20 Jahren kontinuierlich verbessert. Neben dieser starken Kundenzentrierung tragen neue, innovative Spitzenprodukte wie CSAR 62, Electra 94, Phoenix 81 und Medusa 84 SiH maßgeblich zum Erfolg bei. Die langjährige Marktpräsenz und der respektvolle, wertschätzende Umgang mit den Geschäftspartnern haben Allresist einen ausgezeichneten Ruf eingebracht. Die Kundenzufriedenheit beträgt durchschnittlich stolze 87%. Durch erfolgreiche Partnerschaften konnten innovative Projekte aktiv vorangetrieben und weitere Chancen auf den globalen Märkten generiert werden.

Grüne Chemie: Konsequente Nachhaltigkeit in der Praxis

Von Anbeginn an sind ein verantwortlicher, schonender Umgang mit Ressourcen sowie der freiwillige Ersatz umweltgefährdender Stoffe gelebte Politik. Neben der Umweltzertifizierung ist Allresist Umweltpartner des Landes Brandenburg und agiert in puncto Umweltauflagen als echter Vorreiter: So recycelt das Unternehmen beispielsweise 95 % der anfallenden Lösemittelabfälle direkt und produziert damit hocheffizient sowie nahezu emissionsfrei. Dank der bestehenden Photovoltaik, des Gründachs und bezogenen Ökostroms – ab Januar 2027 ergänzt durch eine zweite Photovoltaikanlage inklusive Speicher – strebt Allresist künftig energetische Autarkie an.

Unsere Orientierung auf eine Grüne Chemie zielt darauf ab, die Prozesse der traditionell eher konservativen Halbleiter-Kunden („never change a running process“) umweltfreundlicher und gesundheitlich unbedenklich zu gestalten. Dies dokumentiert sich eindrucksvoll in der Entwicklung des Elektronenstrahlresists Medusa 84 SiH: Das krebserregende Resistlösemittel MIBK wurde durch das deutlich ungefährlichere Butylacetat ersetzt; statt des toxischen Entwicklers TMAH wurde ein unbedenklicher Cholinhydroxid-Entwickler kreiert. Trotz dieses grünen Austauschs haben sich die lithografischen Eigenschaften sogar noch verbessert. Nachhaltigkeit und technische Präzision müssen sich nicht ausschließen.

Der Generationenwechsel: Ein Familienunternehmen mit Zukunft

Die Unternehmensnachfolge für die nächste Generation ist langfristig und sicher aufgestellt. Nach ihrer intensiven Einarbeitung ab 2015 als Assistentin der Geschäftsführung ist Tochter Ulrike Schirmer seit 2024 als Mitgeschäftsführerin tätig. Ab Januar 2027 wird sie die Nachfolge als geschäftsführende Gesellschafterin vollumfänglich antreten.

Unterstützt wird sie dabei von der gesamten Familie: Sowohl ihr Bruder Oliver als auch ihr Ehemann Mario arbeiten im Unternehmen aktiv mit. Allresist präsentiert sich somit als nachhaltig agierendes, erfolgreiches Familienunternehmen mit exzellentem Ruf, in dem die nachfolgende Generation die Betriebsabläufe von klein auf miterlebt hat.

Ulrike Schirmer blickt mit größtem Respekt auf die Lebensleistung ihrer Eltern. Die Zusammenarbeit der Generationen basiert auf einer tiefen Vertrauensbasis. Sie wird das Unternehmen im bewährten Stil weiterführen, setzt aber bereits jetzt klare Akzente: Eine konsequente Digitalisierung, die Einführung einer eigenen Firmen-KI, moderne Softwarearchitekturen und eine nachhaltige Personalführung prägen ihre Zukunftsvision.

Unsere Zukunftsvision: Qualität sichern, Wachstum gestalten

Auch der Weg in die Zukunft ist klar definiert: Der erfolgreiche Wachstumskurs der letzten Jahrzehnte soll fortgesetzt und unsere Firmenstrukturen zukunftsorientiert ausgerichtet werden. Unser Kernziel bleibt höchste Produktqualität bei effizienter Herstellung – lückenlos abgesichert durch eine hochqualifizierte Qualitätssicherung und flankiert durch innovative Forschungskooperationen. Der aktuelle Erweiterungsbau dient dabei nicht nur der Bewältigung steigender Verkaufszahlen, sondern bildet das reale Fundament für den Zusammenhalt der Generationen und neue innovative Entwicklungen.

Das Fundament unseres Erfolgs: Die Gründer

Die Gründer Brigitte und Matthias Schirmer blicken heute voller Stolz auf ihr Lebenswerk zurück. Es ist ihnen gelungen, eine weltweit anerkannte Firma der Resist-Herstellung erfolgreich aus der DDR-Geschichte in die Moderne zu führen. Die Erfolgsgarantie lag im perfekten Zweiklang: Auf der einen Seite unternehmerisches Geschick, Führungsstärke und das Zelebrieren des Exzellenzgedankens durch Brigitte Schirmer – auf der anderen Seite wissenschaftliche Höchstleistungen und die persönliche Kundenberatung vor Ort durch Matthias Schirmer. Dass die eigene Familie das Unternehmen nun mit frischen Ideen in die Zukunft führt, lässt die beiden Gründer sehr optimistisch auf die kommenden Jahre blicken.

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